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Suetoniacum in römischer Zeit

Der erste Römer, der unseren Raum mit bewaffneter Heeresmacht durchzog, war Julius Cäsar. Die Stammesfürsten der Belgier hatten ein Winterlager der Römer überfallen und 15 römische Kohorten (eine Kohorte fasste 600 Mann) im Raum von Malmedy St. Vith vernichtet. Im Kylltal überwand er die aufständischen Belgier und unterwarf sich die Urbewohner der Eifel. So kam die Eifel im Jahre 53 vor Christus in die römische Provinz Gallien. Überall legten die Römer Wach- und Schutzburgen an, um Aufstände der unterworfenen Kelten zu verhüten, zuerst in Dottel. Der Name dieses Ortes kommt von dem lateinischen Wort tutela = Kastell oder Schutzbefestigung. Keldenich wurde auch ein Standquartier für römische Legionäre. Die römischen Heerstraßen durch die Eifel waren militärisch gesichert.

Der Sötenicher Raum wurde wesentlich beeinflusst durch die Gründung von Oppidum Ubiarum, im Jahre 36 vor Christus, die später den Namen Colonia Agripina (Köln) erhielt, als dorthin im Jahre 50 nach Christus eine römische Veteranenkolonie verlegt wurde. Köln erhielt damals eine überragende Bedeutung, weil der Rhein hier leicht zu überschreiten war, viele Salzstraßen hier zusammentrafen, Heerwege hier mündeten und bis hierher mit Schiffen gelangt werden konnte. Die Ubier, welche Bundesgenossen der Römer waren, wurden dorthin verpflanzt. Ausserdem war Köln Garnisonsstadt römischer Legionen. (Eine Legion hatte eine Stärke von 6000 Mann) Standen doch im Raume von Köln und Trier unter Einschluss der beiden Städte 10 Legionen. Daher ist es verständlich, dass für die römischen Verwaltungsbehörden die Trinkwasserversorgung für Köln und den umliegenden Garnisonsstädten ein dringendes Problem wurde (wie z. B. Wesseling und Bonn).

Ein hervorragendes Bauwerk, das sie Römer schufen, ist der bekannte Trinkwasserkanal (Römerkanal) zur Versorgung des Kölner Raumes mit Trinkwasser. Seinen Anfang nimmt er im Rosenthal zwischen Urft und Nettersheim in der Nähe der Rosentahler Mühle, wo noch das umgegrabene Sammelbecken sichtbar ist. Auch die Wasser der so genannten “Siebensprüng“ am Ausgang des Eichtales nahm er auf. Am Quellenbecken wurden noch vier Götterköpfe aufgefunden. Diese Götterköpfe weisen ägyptische Züge auf. Entweder handelt es sich hier um Quellengottheiten oder sie weisen auf den Sonnenkult des Ortes hin. Das wäre dann eine Bestätigung für die Vermutung, dass hier möglicherweise asiatische oder ägyptische Legionäre stationiert waren. Am Mönchenrath und am Kriegerdenkmal in Sötenich ist der Römerkanal sichtbar und gut erhalten.

Noch heute ist das Mauerwerk des Römerkanals so fest, dass nur mit Werkzeugen und großer Kraft Stücke entfernt werden können. Fachleute und sogar staatliche Laboratorien bemühen sich, hinter die Zusammensetzung des Mörtels zu kommen. Bisher ist das noch nicht gelungen.

Über den Zeitpunkt der Errichtung des Kanals sind sich die Historiker nicht einig. Sicher ist jedoch, dass er im ersten christlichen Jahrhundert vollendet war. (um 100 nach Christus) Die Bauzeit betrug viele Jahre. Beim Einfall der Franken im Jahre 475 nach Christus wurde er zerstört.

Der Römerkanal diente auch der Nachrichtenübermittlung von der Eifel nach Köln. Man fand farbige Holzbälle die eine festgelegte, nicht mehr bekannte Bedeutung hatten. Diese wurden in die Wasserleitung gelegt und durch das Gefälle des Kanals ziemlich schnell fortgespült. Der Kanal ist nämlich 17 römische Meilen (ca. 94 km) lang und nach bahnamtlicher Messung ist Urft 405 m, Sötenich 385 m über dem Meeresspiegel, und fällt auf 100 m im Durchschnitt etwa 50 cm. War nun etwas zu vermelden, so gelangten diese Bälle auf schnellere Weise nach Köln als durch Boten, selbst wenn sie beritten waren. In großen Sammelbehältern, die sich an der Stelle des heutigen Kölner Domes befanden, von dem Bewachungspersonal bemerkt und herausgenommen.

Anmerkungen zum Römerkanal in Sötenich

 

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