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Geschehnisse im 16. Jahrhundert

Durch die Unsicherheit der Zeitläufe, durch Räuberei und die ewigen Kriege der Eifeldynastien untereinander verlangte der Graf von Schleiden Dietrich VI. auf dem Gräflichen Gericht in Sistig 1572, dass sich alle Untertanen seines Gebietes zum Schutz des Landes vorsehen sollten.

So mussten sich die männlichen Bewohner von Sötenich auf der Kaller Seite Waffen zulegen und Kriegsdienste leisten, wenn sie dazu aufgeboten wurden. Gestützt auf die kriegerische Bereitschaft seiner Untertanen war er daher in der Lage, bei dem Abfall der Niederlande gegen Ende den 16. Jahrhunderts seinen Bestand selbst zu verteidigen, ohne auf fremde Hilfe zu spekulieren. Da die Feinde die kriegerische Bereitschaft der Grafschaft wohl kannten, wurde sie von Einfällen fremder Soldaten verschont.

Schon 1290 war ein solcher Kriegsbeistand durch die Bevölkerung durch das Kloster Steinfeld versucht worden. Das Kloster wollte damals alle Bauern des Urfttals zur "Landsveranghe" (Landesverteidigung) heranziehen und versprach für die Kriegsdienstleistung das Holzungsrecht in den großen Waldungen der Schleidener Grafschaft. Neben der Kriegsleistung wurde dann bei Entnahmen von Nutzholz für Bauzwecke aber auch noch eine Entschädigung verlangt. Sie bestand in der Abgabe eines Huhnes und 4 Denaren. 1 Denar hatte den Wert von etwa 14 Pfennigen nach dem heutigen Geldstand.

Die Juden genossen in dieser Zeit kein Ansehen. Erwähnt wurde schon, dass Juden und Fremde beim Passieren der Sötenicher Brücke einen Zoll von 3 Petermännchen = 9 Pfennige bezahlen mussten. In vielen Herrschaftsgebieten der Eifel war es sogar verboten, Juden aufzunehmen. So erhielt 1309 der Graf von Luxemburg vom deutschen Kaiser das Recht, in Schleiden Juden aufzunehmen und zu halten, um die Finanzlage in seinem Herrschaftsgebiet durch die gewaltigen Steuern, welche die Juden aufbringen mussten, zu bessern. Die Juden wurden im 16. Jahrhundert noch als "Lehen“ betrachtet, die man nach Belieben auch verschenken und gar verkaufen konnte.

Infolge ihrer Gewandtheit in finanziellen Angelegenheiten und ihrer kaufmännischen Fähigkeiten gelang es ihnen jedoch, sich nach und nach größere persönliche Freiheiten zu schaffen. So gelangten sie durch ihre Geschäftstüchtigkeit zu großem Reichtum und waren oft genug Geldgeber der Eifeldynastien, die sich fast dauernd in Finanznöten befanden.

 

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