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Die Trennung des Ortes Sötenich

In alten Urkunden stößt man oft auf die so genannte spanische Seite von Sötenich und die jülich'sche Seite. Diese beiden Seiten erfuhren ihre Trennung durch die Urft. Diese Ortsbezeichnungen haben ihren Ursprung in dem Besitzstand der Eifeldynastien und dem Lehnswesen.

Wenn der Hochadel der Eifel in Schulden geriet, was nicht selten der Fall war, denn er lebte oft über seine Verhältnisse, oder wenn der Ritter des Hochadels mächtige Feinde fürchtete, dann übertrug er einem mächtigeren und reicherem Herren das freie Eigentumsrecht über seine Güter. Dieser gab ihm diese Güter als Lehen = geliehen, wieder zurück und unterstützte nunmehr seinen alten Vasallen mit Geld oder im Falle eines Angriffs mit Truppen. Dieses System war in der Eifel so stark, dass fast kein Geschlecht des Eifeler Hochadels wirklicher Eigentümer seiner Güter war.

Auch die Gebiete der Grafen von Manderscheid, Schleiden, Daun und Arenberg waren luxemburgische Lehen. Die Luxemburger Dynastie war nicht nur deutsch, sondern auch sehr reich und mächtig. So bekam Luxemburg eine führende Stelle im ehemaligen Kreise Schleiden. Als nun Luxemburg 1354 zum Herzogtum erhoben wurde, kam es später durch Erbschaft an das Haus Habsburg. Der aus diesem Hause stammende Kaiser Karl V. trat 1555 Luxemburg an seinen Sohn Philipp ab, der König von Spanien war.

So kam Luxemburg mit seinen Lehen in spanische Abhängigkeit. Luxemburg wurde nunmehr nach spanischen Gesetzen verwaltet und musste also auch Steuern an Spanien entrichten.

Die Kaller Seite von Sötenich unterstand wiederum dem Herzog von Arenberg. Die Herzogswürde erhielt das Arenberger Geschlecht 1644. Aber schon im Jahre 1576 waren sie nicht nur deutsche Reichsfürsten, sondern gehörten auch in Spanien zur 1. Klasse. (Quelle: Eiflia illustrata)

Bevor die Herzöge von Arenberg durch Erbschaft das Gebiet unserer näheren Heimat erhielten, unterstand es den Grafen von Schleiden, die schon 1346 unter der die Herrschaft der Luxemburger gerieten und das Gebiet als Lehen erhielten. Zum Herzogtum Jülich war die Grenzscheide die Urft. Daher gehörte der andere Teil Sötenichs, diesseits der Urft, zum Herzogtum Jülich, die aber mit den Luxemburgern und Spaniern nichts zu tun hatten und je nach Gunst der Lage deutsche oder niederländische Interessen vertraten. Die Herzöge von Jülich verwalteten ihr Gebiet im Gegensatz zu den Schleidener Grafen und den Herzögen von Arenberg nach deutschem Recht.

Diese Trennung war jedoch nicht zum Vorteil unserer Heimat. Immer wurde das Urfttal in den Kämpfen Spaniens mit Frankreich und den Niederlanden von spanischen - luxemburgischen - holländischen - französischen und deutschen Truppen belästigt und ausgeplündert. Mehr als einmal haben sie auch hier ihre Schlachten ausgetragen.

Die ewig streitenden Eifeldynastien z. B. Jülich gegen Schleiden, Schleiden gegen Steinfeld und Blankenheim gegen Schleiden waren auch nicht dazu geeignet, Ruhe und Frieden in unsere Heimat zu bringen.

 

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