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Die Sötenicher Mulde in der Vorzeit

Vor mehreren Millionen Jahren, in der Devonzeit, durchzogen gewaltige Meeresarme die Eifelregion. Diese Zeit, so genannt nach einer Grafschaft in England, wo sie zuerst erforscht und statiert wurde, ist die dritte Periode in der Entwicklung unserer Erde. Während die beiden ersten Perioden die Urformen der Pflanzen und Tiere zu Wasser und zu Lande brachten, hatte die Devonzeit vorwiegend Meeresablagerungen mit reicher Tier- und Pflanzenwelt. Eine Entwicklung der Landpflanzen brachte erst die nächste Periode, welche die Wälder schuf, die heute die Steinkohlenlager der Erde bilden.

Die heutige Sötenicher Mulde liegt in einem Gebiet, das ein Meeresarm bis in die Gegend von Prüm bedeckte. So erklären denn die zahlreichen Kalk und Sandablagerungen, die versteinerten Pflanzen und Muschelüberreste ihren Ursprung aus dem Wasser des Meeres. Die heutige Wissenschaft rechnet die hier in Sötenich gefundenen Muscheln zur Familie der so genannten Eulenkopfmuscheln, weil sie mit einem solchen Kopf eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen. Die Korallen sind ebenfalls tierische Lebewesen, die zur Familie der Hohltiere gerechnet werden, weil sie noch nicht die entwickelten inneren Organe wie z. B. die Fische haben. Die Korallentiere leben auch heute in ungeheuren Mengen zusammen und sondern ständig Kalkstaub ab. So bilden sie in den warmen Meeren die für die Schiffahrt gefährliche Korallenbänke. Die Tertiäzeit, die noch älter als die Devonzeit ist, schuf Dolomit, Schiefer und Sandstein, also die Gesteinsformationen unserer Heimat. In dieser Zeit nahmen die Erdteile bzw. Festländer im Großen und Ganzen ihre heutige Gestalt gegenüber den Meeren ein. Aber diese Steine und Ablagerungen haben ihre eigene Sprache und berichten uns von furchtbaren Naturkatastrophen, die vor sehr langer Zeit unsere heimatliche Sötenicher Mulde über sich ergehen lassen mußte, wie z. B. Sturmfluten von kaum vorstellbaren Ausmaßen. Diese geschilderten geologischen Epochen kannten den Menschen noch nicht.

Das Einsetzen des Menschen brachte auch Kulturepochen. Die erste Kulturepoche ist die ältere Steinzeit, wenn wir von den Sammelkulturen absehen. Nur in dieser Kulturepoche der Steinzeit waren im Raum der Waldeifel zwischen Emscher, Ahr, Kyll und Urft die Höhlenmenschen. Solche Menschen lebten hier vor mehr als zehntausend Jahren z. B. in den Kakushöhlen bei Mechernich. Auch das Gerolsteiner Höhlengebiet hatte zu dieser Zeit reine Höhlenmenschen, und das Landesmuseum in Bonn vermutet, dass auch im Urfttal solche Höhlenmenschen gewohnt haben. So wurden im Acherloch bei Urft umfangreiche Grabungen veranstaltet, um Spuren von diesen Höhlenmenschen zu finden. Allerdings waren diese Grabungen ohne Erfolg. 

Auch unter den Ruinen der Stolzenburg befinden sich Höhlen, die bedeutend älter als die heutige Ruinenanlage sind. Ob sie allerdings für Höhlenwohnungen geeignet waren und ob sie tatsächlich Höhlenmenschen beherbergt haben, müßten Forschungen ergeben.

Funde aus der Steinzeit, wie z. B. steinerne Werkzeuge, die vor vielen Jahrzehnten im Sötenicher Raum gemacht wurden, sind leider verloren gegangen, so dass die Epoche der älteren, mittleren oder jüngeren Steinzeit anhand der gefundenen Gegenstände nicht mehr genau festgestellt werden kann. Darum ist die Feststellung nicht mehr möglich, ob sie eventuellen hier lebenden Höhlenmenschen im Urfttal oder den einwandernden Kelten zuzuschreiben sind. Jedenfalls war die Kultur der Höhlenmenschen außerordentlich primitiv. Die ältere Eifelbevölkerung erlag den damals vordringenden Kelten, die schon eine relativ ausgeprägte Kultur besaßen und sie bei uns weiter entwickelten.

Den Beweis liefern neben zahlreichen Funden auch die Ergebnisse der Sprachforschungen, die bei den Kelten bereits eine ausgeprägte Sprache feststellten. Sie stießen aus dem osteuropäischen Raum vor und wurden um 2000 vor Christi Geburt hier ansässig. Die Kelten verbreiteten sich auch über Westeuropa und Britannien. So bilden die keltischen Stämme den Grundstock der Franzosen. In der Eifel unterlagen die Kelten durch den natürlichen Schutz der Gebirge nicht so sehr dem Wechsel der übrigen indogermanischen Bevölkerung des Tieflandes, insbesondere des norddeutschen Raumes.

In der Eifel hatten die Kelten ihre Erzgruben und wurden die Hauptträger einer Kultur der Eisenzeit. Wie Bodenfunde ergaben, haben die Kelten um den Besitz der Erzgruben des Eifellandes im 4. Jahrhundert vor Christi Geburt schon bei Zülpich gekämpft.

Zülpich wurde bei den Römern Tolbiacum genannt. Oft ist es als der Ort angegeben worden, an welchem im Jahre 506 nach Christus der Frankenkönig Chlodewig gegen die Alemannen kämpfte. Die neuere Forschung verlegt aber den Kampfplatz in den Gymnicher Raum. Die zahlreichen Bodenfunde in Zülpich, die Kampfspuren aufweisen, rühren daher nach neueren Forschungen von Kämpfen zwischen den Germanen und den Kelten der Eifel.

 

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