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Die Quirinuskapelle zu Sötenich

Von jeher war die ehemalige Kapelle in Sötenich dem hl. Quirinus geweiht. Quellen über das Leben des Heiligen sind das römische Brevier und das Kirchenlexikon. Diese Quellen berichten:

Der hl. Quirinus war im römischen Heere Kriegstribun und stand als solcher an der Spitze einer römischen Legion (6000 Mann). Von Quirinus wurde Papst Alexander I. als Christ gefangen. Doch der Papst bekehrte Quirinus zum Christentum und taufte ihn. Quirinus brachte damals aus Jerusalem die Ketten mit nach Rom, mit denen der hl. Petrus gefesselt war und schenkte sie der römischen Kirche. Als Vater der hl. Ballina erlitt Quirinus unter dem römischen Imperator Hadrian um 130 nach Christus wegen seines christlichen Glaubens den Märtyrertod. Er wurde im Coemeterium des Praetextatus an der Via Appia begraben.

Papst Leo IX. schenkte die Reliquien des hl. Quirinus seiner Schwester Gepa, die Äbtissin in einem Kloster in Neuß war. Die Schenkung erfolgte am 30.4.1050. Seit dieser Zeit steht das Kloster unter dem Schutz des Heiligen. In Neuß wurde der Heilige als Stadtpatron berühmt. Die Bürger der Stadt riefen ihn in Kriegs- und Friedenszeiten als ihren Fürsprecher an, besonders als die Stadt bei einer Belagerung durch den Herzog von Burgund, Karl den Kühnen 1474 bis 1475 wunderbar beschützt wurde. Als 1585 Neuß durch protestantische Truppen erobert wurde, wurde auch der Schrein mit den hl. Reliquien zerstört und entweiht. Fromme Bürger sammelten die Reliquien und gaben sie der Äbtissin zurück.

Der hl. Quirinus gehört mit dem hl. Antonius dem Einsiedler (St. Tönis bei Krefeld), dem hl. Kornelius (Kornelimünster) und dem hl. Hubert (St. Hubert bei Kempten) zu den 4 Marschällen Gottes, da alle vier Soldaten und Offiziere waren.

In der Eifel wurde der hl. Quirinus viel geehrt, was sich äußerlich in zahlreichen Namenskundgebungen kundtat. Er gilt als Patron gegen Geschwüre, Blattern und Pest. Er war in der Eifel gewissermaßen der Viehpatron. Noch heute werden an seinem Namensfest, unter anderem in Zülpich, Pferde gesegnet und Brunnen geweiht, wie es früher in der Eifel allenthalben der Fall war. In der ganzen rheinischen Kirchenprovinz war seine Verehrung verbreitet.

Quirinus ist ein römischer Name. Er war ursprünglich der Beiname des Kriegsgottes Mars, dann wurde er zum Namen einer selbstständigen, stadtrömischen Gottheit. Seit dem 1. Jahrhundert vor Christus gilt er als der vergötterlichte Romulus. Die Kirche feiert das Fest des Heiligen am 30. März.

Die Kapelle Sötenich hat Reliquien des hl. Quirinus. Sie befinden sich in einem “Altare portatile”, was darauf hinweist, dass sie erst später, nach der Gründung der Kapelle nach Sötenich gelangten.

 

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