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Das Räuberunwesen im 18. Jahrhundert

Bereits mehrfach wurde das Räuberunwesen in der Eifel erwähnt. Es war damals eine wahre Landplage. Einige Episoden aus der Endzeit dieses Jahrhunderts berichten von dem bekannten Johann Bückler, auch „Schinderhannes“ genannt. Dieser Räuberhauptmann, der aus Thalfang an der Mosel stammte, wo noch heute Nachkommen von ihm als ehrsame Bürger leben, wurde 1777 geboren und starb 1803 durch den Strang in Simmern. Er trieb nicht nur im Urfttal, sondern auch im Gebiet von Münstereifel und Gemünd längere Zeit sein Unwesen.

Eine mündliche Überlieferung, die vom damaligen Waldaufseher namens Pütz stammt, berichtet, dass die Bauern und Bewohner von Sötenich aus Furcht vor dem Räuberhauptmann und seiner Bande ihre Häuser abends schwer verrammelten und mannigfache Sicherungsvorkehrungen gegen etwaige Überfälle trafen. Trotzdem gelang es der Bande, aus dem Anwesen am Heuweg, das ehemals dem Josef Müller gehörte, in einer Nacht ein Rind zu stehlen. Auf dem Hessenmaar hat der Hauptmann und seine Spießgesellen das Rind am Spieß gebraten. Von Sötenich aus wurde die Bande dabei beobachtet. Aber keiner traute sich in der Nacht einen Angriff zu wagen. Als man aber am nächsten Morgen einen Angriff unternahm, war die Bande schon verschwunden.

Eine andere Episode trug sich nahe der Grenze der Gemarkung Kall-Sötenich zu. Ein Bauer aus Wallenthal hatte in Gemünd sein Rind verkauft und war mit einigen harten Talern nach Hause unterwegs. Er kehrte abends in der Wirtschaft Braden in Mauel ein, um sich für den Heimweg zu stärken. In der Wirtschaft teilte er dem Wirt sein Besorgnis mit, sich noch in so später Abendstunde durch den großen Wald mit den paar Talern nach Wallenthal begeben zu müssen, weil die Gegend heute durch die Räuberbanden so unsicher sei. Er sei ein armer Kleinbauer und die paar Taler seit Monaten und noch für kommende Zeiten seine einzige Einnahme.

Schweigend hörte ein Mann in der Wirtschaft dem Reden des Bauern zu. Als er sich verabschiedete, bot der Mann sich als Begleitung an, da er auch nach Wallenthal unterwegs sei. Froh, eine Begleitung gefunden zu haben, begab sich der Bauer auf den Heimweg. Mitten im Wald stieß aber der Begleiter des Bauern einen durchdringenden Pfiff aus, der von verschiedenen Seiten beantwortet wurde. Der Bauer war sehr erschrocken über das sonderbare Benehmen seiner Begleitung, die ihn aber zu beruhigen versuchte.

So erreichten sie dann auch, ohne weiter belästigt zu werden, den Rand der Wallenthaler Waldungen. Man konnte vom Waldrand schon die schattenhaften Umrisse einiger Wallenthaler Gehöfte erkennen. Da verabschiedete sich der Mann von dem Kleinbauern mit den Worten: "Sie können jetzt unbesorgt nach Hause gehen. Keiner wird Ihnen etwas tun. Der Schinderhannes hat Sie begleitet." (Quelle der Episode: Bericht älterer Leute in Mauel und in Kall)

 

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